Einreisebestimmungen

für Russland

Damit der Urlaub oder der Aufenthalt in Russland wie gewünscht verläuft, sollte man ein paar Punkte berücksichtigen. Wir haben für Sie einige Tipps und Hinweise.  

Ein- und Ausreise

Damit der Urlaub nicht schon an der Grenze endet, muss man sich an Zollbestimmungen halten. Die sind relativ einfach gestrickt und weit weniger restriktiv als man erwarten würde.

  • Bargeld darf bis zu einem Betrag von 10.000 US-Dollar bzw. dem entsprechenden Äquivalent einer anderen Währung nach Russland eingeführt werden. Hierunter fallen Bargeld und Reiseschecks. Maßgeblich ist der Umrechnungswert am Tag der Ein- bzw. Ausreise. Handelt es sich indes um Wertpapiere oder Bankschecks, müssen sie beim Zoll deklariert werden. Gleiches gilt für Beträge über 10.000 US-Dollar.
  • Geschenke, Souvenirs und generell Waren für den persönlichen Gebrauch Bedarf dürfen bei Flugreisen bis zu einem Maximalgewicht von 50 Kilogramm und einem Wert von 10.000 Euro eingeführt werden. Reist man per Auto, Schiff oder Bahn ein, liegt der Gesamtwert seit 2019 bei höchstens 500 Euro und das Maximalgewicht bei 25 Kilogramm. Wichtig: Die Waren dürfen nicht für den Verkauf vorgesehen sein.
  • Bei elektronischen Geräten gilt: Bis zu zwei Smartphones pro Person sind zollfrei, ebenso eine Foto- oder Videokamera, Diktier- oder Fernsehgerät (bis 42 Zoll) und ein Fernglas. Sind es mehr Geräte, ist es ratsam, sie beim Zoll zu melden und die Kaufbelege parat zu haben.
  • Lebensmittel: Absolut tabu sind rohes Fleisch, roher Fisch und rohe Eier. Käse, Butter, Milchprodukte, Wurst, Konserven und Fischererzeugnisse dürfen eingeführt werden – bis zu fünf Kilogramm pro Person.
  • Tabak und Alkohol: Drei Liter Spirituosen, Wein und Bier sind frei. Das gilt ebenso für 200 Zigaretten bzw. 50 Zigarren bzw. 250 Gramm Tabakwaren.

 

Bei der Ausreise dürfen Fisch und Meeresfrüchte bis zu einem Gewicht von fünf Kilogramm mitgeführt werden. Bei Kaviar sind es maximal 250 Gramm. Für Edelmetalle und Edelsteine gilt eine Freimenge von 25.000 US-Dollar. Genehmigungen werden benötigt für Kunst und Antiquitäten, Sammlungen von Tierskeletten, Fossilien und Mineralien, seltene Tiere und Pflanzen, Waffen, Munition, Abhörgeräte und Archivdokumente.

Vorbereitungen für

die Russlandreise

Wichtigster Schritt im Rahmen der Vorbereitung ist und bleibt die Urlaubs- bzw. Reiseplanung. Sie spielt später beim Antrag für das russische Touristenvisum eine entscheidende Rolle. Das betrifft auch die Auslandsreisekrankenversicherung. Sie muss abgeschlossen und beim Antrag für das Touristenvisum für Russland vorgelegt werden. „Die Reisenden müssen bei der Visabeantragung einen Krankenversicherungsnachweis von einem in Russland anerkannten deutschen Versicherungsunternehmen beilegen“, so die Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland.

Wer Russland mit dem Auto erkunden möchte, sollte sich auch bei seiner Kfz-Versicherung informieren, ob zusätzlicher Schutz vereinbart werden kann bzw. muss, um im Fall der Fälle auf der sicheren Seite zu sein. Ob man sich für weitere Reiseversicherungen entscheidet, etwa eine Ausfall- oder eine Gepäckversicherung, bleibt jedem selbst überlassen.

Weitere Vorbereitungen sind nicht zwingend nötig. Sinnvoll ist es, sich Gedanken über eine Sim-Karte zu machen, um in Russland günstig mit dem Smartphone telefonieren und Surfen zu können. Wenn man sich die Karte nicht schon vorab kauft, erhält man sie problemlos in jedem Handyladen in Russland – der Reisepass muss vorgelegt werden.

Darauf sollten Sie achten !

Russland gilt, auch wenn der erste Eindruck manchmal etwas anderes vermittelt, als sehr gastfreundlich. Das werden Urlauber insbesondere bei privaten Kontakten sehr schnell spüren. Nichtsdestotrotz sollte man auch bei einer Reise nach Russland ein wenig Vorsicht walten lassen.

Das Auswärtige Amt rät zum Beispiel davon ab, Inguschetien, Tschetschenien oder Dagestan zu besuchen. Diese Warnung betrifft auch einige Bereiche im Nordkaukasus, wo Ausländer keinen Zutritt haben. In den gängigen Touristengebieten reicht es, aufmerksam zu sein, vor allem bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und bei größeren Menschenansammlungen. Stichwort: Taschendiebstahl. Entscheidet man sich für Fahrten mit dem Taxi, empfiehlt das Auswärtige Amt, nur registrierte Taxiunternehmen zu nutzen. Gewarnt wird auch vor Fake-Liebesbeziehungen, bei denen Geld verlangt wird.

Sehenswerte Reiseziele

Da die Zahl möglicher Reiseziele in Russland enorm groß ist, haben wir nur einige herausgepickt.

 

  • Petersburg: Die Stadt, die zweitgrößte Russlands, bietet herausragende Architektur und gilt nicht ohne Grund als kulturelles Zentrum.
  • Moskau: Das Zentrum Russlands mit zehn Millionen Einwohnern vereint Moderne und Geschichte auf eindrucksvolle Weise.
  • Sotschi: Spätestens seit den Olympischen Winterspielen 2014 ist Sotschi auch international ein Begriff. Im Sommer lädt das Schwarze Meer zum Baden ein.
  • Kasan: Kasan liegt über der Wolga. Hier lohnt sich vor allem ein Besuch im Tempel aller Religionen.
  • Jekaterinburg: In Jekaterinburg laden Museen und Theater zum Besuch ein.
  • Rostow am Don: Die Stadt gehört zum europäischen Teil der Russischen Föderation und ist das Tor zum Kaukasus.

So reagieren Sie im Notfall richtig

In Russland lautet die allgemeine Notfall-Rufnummer 112. Sie ist von jedem Smartphone und vom Festnetz aus kostenfrei zu erreichen.

Bürger aus Deutschland, die in eine Notlage geraten, wenden sich bei Fragen und Problemen an das Auswärtige Amt. Dort hilft man weiter und verbindet den Anrufer mit dem zuständigen Referat: +49 (0) 3018-17 0.

Für Bürger aus Österreich gilt: In dringenden Fällen ist der Bürgerservice oder der Bereitschaftsdienst des Außenministeriums rund um die Uhr unter der Rufnummer +43 1 90115-4411 erreichbar.

Bürger aus der Schweiz wenden sich an das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Telefon: +41 800 24-7-365. Die EDA bietet auch eine eigene App an.

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